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Türkei

Europa




Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Annäherung an internationale Standards.


Verkehrsinfrastruktur: Dichtes Netz im Westen des Landes.


Verkehrsentwicklung
Schon immer war die Türkei für den Verkehr zwischen Europa und Asien sehr bedeutsam. Dazu hat vor allem die gut zu überquerende Meeresenge am Bosporus beigetragen. Während der Verkehr auf dem anatolischen Festland über Jahrhunderte mit Karawanen abgewickelt wurde, entwickelt sich Ende des 19. Jahrhunderts das befestigte Wegenetz. Eine geordnete Erschließung des Landes durch die unterschiedlichen Verkehrswege begann allerdings erst nach Gründung der Republik im Jahre 1923.


Am Anfang der Verkehrsentwicklung gehörte die Bahn zu den wichtigsten Verkehrsmitteln. Doch es dauerte nicht sehr lange, da wurde sie vom immer stärker werdenden Straßenverkehr verdrängt. Heute werden 95 Prozent des gesamten Personenverkehrs über die Straße abgewickelt. Die Beförderung von Personen mit der Bahn ist auf das Niveau des Seeverkehrs abgesunken. Beim Güterverkehr ist das Verhältnis nicht viel anders. Mehr als 75 Prozent aller Güter werden über die Straße transportiert. Der Schiffs- und Flugverkehr ist zwar wichtig, in bezug auf das Transportvolumen allerdings weniger bedeutend.


Straßenverkehr
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm der Straßenverkehr in der Türkei stark zu. In den 50er Jahren wurden die Straßen verstärkt von Lkw benutzt. Neben Gütern wurden damals auch Personen mit ihnen transportiert. Nachdem die Straßen in den 60er Jahren ausgebaut wurden, verdrängten im Bereich der Personenbeförderung Busse die Lkw. Da das Transportaufkommen allerdings weiter wuchs, nahm auch der LKW-Verkehr zu. Erst ab 1970 stieg der Pkw-Verkehr merklich an. Bis heute ist das Wachstum des Individualverkehrs ungebrochen.


Mit der Zunahme des Verkehrs wuchs das Straßennetz. Während es 1950 erst 47.000 km Staats- und Provinzstraßen gab, von denen nur 1.300 km eine feste Oberfläche hatten, waren es 1991 schon 59.221 km, wovon mehr als 95 Prozent befestigt sind. Ungefähr die Hälfte wird zu den Staatsstraßen, die andere Hälfte zu den Provinzstraßen gerechnet. Im Vergleich dazu gab es in Deutschland 1992 insgesamt 225.282 km überörtliche Straßen. Davon waren 10.955 km Autobahnen. 42.123 km zählten zu den Bundesstraßen. Der Rest entfiel auf Land- und Kreisstraßen.


Beim Straßennetz- und Verkehr gibt es ein deutliches West-Ost-Gefälle. So ist das Verkehrsnetz im Westen wesentlich dichter als im Osten des Landes. Ein Großteil des Verkehrs bewegt sich außerdem auf den Straßen in und um die Ballungsgebiete in der Westtürkei. Auf nur 10 Prozent der Strecken im Westen der Türkei werden ungefähr 50 Prozent aller Fahrzeugkilometer gefahren. Die Zahl der zugelassenen Pkw lag 1993 bei 2,62 Millionen. Des weiteren sind 305.511 Lkw, 354.290 Kleintransporter, 84.254 Busse und 159.900 Kleinbusse gemeldet. Damit waren insgesamt 4.380.063 Fahrzeuge in der Türkei zugelassen. Allein die Zahl der registrierten Pkw ist in Deutschland im gleichen Jahr zehnmal größer gewesen. An den weiter ansteigenden Produktionszahlen der Automobilindustrie läßt sich sehen, daß auch zukünftig die Zahl der Zulassungen steigen und sich der Gesamtbestand vergrößern wird. Wegen der hohen Verkehrsdichte und der landschaftlich bedingt gefährlichen Straßenführung ist die Zahl der Unfälle recht hoch. Insgesamt ereigneten sich 1993 208.823 Unfälle. Dabei kamen 6.457 Personen ums Leben, 104.330 wurden verletzt. Die Zahl der Verkehrstoten lag 1993 in Deutschland bei 9.949.


Besondere Verkehrsprobleme gibt es in Innenstädten der Großstädte. Historisch gewachsene Städte wie Istanbul waren früher nur für Fußgänger zugänglich und daher entsprechend angelegt. Im 17. Jahrhundert drohte jedem, der in der Stadt fuhr, die Todesstrafe. Da heute viele ältere Stadtviertel nicht mit dem Auto zu erreichen sind, werden beispielsweise die Waren in den gedeckten Basar von Istanbul mit Trägern transportiert. Der Autoverkehr ballt sich dagegen auf den neuen Straßen, die daher stärker belastet sind, als es die Zulassungszahlen vermuten lassen.


Zukünftig möchte die Türkei ihr Straßennetz vergrößern. Durch den Bau von Autobahnen sollen vorhandene Engpässe beseitigt werden. Die auf manchen Autobahnen erhobenen Gebühren sollen in den weiteren Ausbau der Straßen investiert werden. Außerdem will die türkische Regierung das Straßennetz in den Fremdenverkehrsgebieten ausbauen.


Flugverkehr
Als Beginn der zivilen türkischen Luftfahrt kann die Gründung der Turkish Airlines,Türk Hava Yollari(THY) im Jahre 1933 angesehen werden. Aufgrund der schwierigen landschaftlichen Bedingungen sind in der Türkei manche Gebiete schnell und bequem nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Auch von ausländischen Fluggesellschaften wurde das Land immer mehr angeflogen. Daher hat die Luftfahrt in der Türkei einen steilen Aufstieg hinter sich. Ein Ende des Steigfluges ist noch nicht in Sicht. Bedeutende Flughäfen, und gleichzeitig die größten des Landes, befinden sich in Istanbul, Ankara und Antalya. Sie sind an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen und werden von vielen Fluglinien im Linienverkehr angeflogen. Fast die Hälfte des Fluggastaufkommens wird über den Flughafen Istanbul abgewickelt. Mehr als zwei Drittel davon sind Personen, die internationale Ziele anfliegen oder von dort kommen. Izmir, Antalya und Dalaman sind besonders für den internationalen touristischen Charterflugverkehr von Bedeutung. Die wichtigste nationale Verbindung der Türkei besteht zwischen den beiden größten Metropolen des Landes, Istanbul und Ankara. Ansonsten verteilen sich viele Provinzflughäfen über das ganze Land.


Im internationalen Flugverkehr zählte die Türkei 1995 17,4 Millionen Passagiere. Für 1996 wurde ein Anstieg um 20 Prozent erwartet, so daß die Zahl internationaler Fluggäste bei 20 Millionen liegen wird. Innerhalb der Türkei sind 1995 insgesamt 5,2 Millionen Personen befördert worden. Auch hier wird eine Steigerung erwartet. Der Zuwachs soll bei 12 Prozent liegen, so daß sich die Gesamtzahl der Inlandspassagiere auf 5,8 Millionen Fluggäste erhöhen wird.


Zu den jährlichen Rekordergebnissen trägt nicht zuletzt auch die stetig steigende Anzahl von Urlaubern bei. So sind 1996 bis August 5,7 Millionen Touristen in die Türkei gekommen. Zwei Drittel davon reisten mit dem Flugzeug ein. Allein das Fluggastaufkommen zwischen Deutschland und der Türkei hat sich in den ersten sechs Monaten 1996 um 21 Prozent auf 2,6 Millionen erhöht.


Die staatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines ist mit Abstand die größte Fluglinie des Landes. Verfügte sie 1983 erst über 32 Flugzeuge, so besteht die Flotte heute aus 62 Passagier- und drei Frachtflugzeugen. 94 Prozent aller Inlandfluggäste lassen sich von der Staatslinie befördern. Beim internationalen Passagieraufkommen hat sie einen Anteil von 19 Prozent. Dank hoher Investitionen in den vergangenen Jahren konnte das durchschnittliche Alter der Flotte von 10,7 Jahren im Jahre 1991 auf jetzt 3,3 Jahre gesenkt werden. Nach Verlusten in der Umstrukturierungsphase flog die Linie 1995 wieder Gewinne ein. Die Airline fliegt heute 54 internationale Ziele an, von denen 32 in Europa liegen.


Neben Turkish Airline kämpfen noch 12 private Anbieter vor allem um den im Februar 1996 weiter liberalisierten Inlandsmarkt. Auch im internationalen Charterfluggeschäft sind sie sehr aktiv. Die größten privaten Fluglinien sind Istanbul Airlines und Onur Air. Ihre Preise liegen in der Regel 20 Prozent unter denen von Turkish Airlines, wodurch die noch relativ jungen Gesellschaften beachtliche Marktanteile erkämpfen konnten. Istanbul Airlines wurde 1985 gegründet und verfügt über 17 Flugzeuge. Die meisten sind von Boeing. Bei den internationalen Flügen hat die Gesellschaft einen Marktanteil von 10 Prozent.


Die 1992 gegründete Onur Air verfügt über 10 Airbus-Maschinen. 1996 beförderte die Gesellschaft über 1,1 Million Passagiere. Sie hat den Vorteil, daß einer der Gesellschafter von Onur Air die Firma Tentur ist, die 27 Hotels betreibt. Somit fliegen viele Hotelgäste mit Onur Air. Auch Alfa Air wurde 1992 gegründet und hat sechs Flugzeuge im Einsatz. Für die Beförderung ihrer Mitarbeiter haben einige große türkische Industriekonzerne eigene Fluggesellschaften gegründet. So gehört beispielsweise die Ak Airlines zur Holding der Sabanci-Familie.


Einen sehr guten Ruf bei Türkeireisenden in bezug auf die Sicherheit und den Service genießt Sun Express. Dies kommt nicht von ungefähr. Denn die Fluglinie gehört zwei in der Branche sehr renommierten Fluggesellschaften. Die Lufthansa und Turkish Airlines halten jeweils 50 Prozent der Anteile der Gesellschaft.


Schiffahrt
Obwohl die Vermutung naheliegt, daß aufgrund der über 8.000 km langen Küstenlinie der Küsten- und Seeschiffsverkehr sehr bedeutend ist, spielt er im Hinblick auf das Gesamtverkehrsaufkommen nur eine untergeordnete Rolle. Binnenschiffverkehr ist wegen der ungünstigen Flußläufe nicht möglich. Lediglich am Van-See gibt es eine für die Region wichtige Fährverbindung über den See. Zu den Städten, die einen bedeutenden Hafen haben, gehören Istanbul, Izmir, Mersin, Iskenderun, Samsun und Trabzon.


Durch das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre hat auch das Frachtvolumen der Küstenschiffahrt zugenommen. Es stieg von 1980 bis 1992 um 61 Prozent auf 31,4 Millionen Tonnen. Gleichzeitig erhöhte sich auch die Zahl der beförderten Passagiere um 39,1 Prozent auf 648.000 Personen im Jahr. Die Zahl der ankommenden Küstenschiffe verdoppelte sich fast. Lag sie 1980 noch bei 12.404 Schiffen, so waren es 1992 schon 22.136 Schiffe, die türkische Häfen anliefen.


In der Seeschiffahrt stieg zwar die Zahl der ankommenden Schiffe zwischen 1990 und 1992 von 13.337 auf 17.118 an. Werden aber die Tonnagen betrachtet, so ergibt sich ein Rückgang von 62 Millionen auf 47 Millionen Nettoregistertonnen. Während das Frachtaufkommen beim Versand erheblich zurückging, ist es bei den eingehenden Gütern nahezu gleichgeblieben. Die türkische Handelsflotte verfügte 1992 über insgesamt 880 Schiffe, von denen 85 Tanker sind. Zusammen liegt ihre Kapazität bei 4,19 Millionen Bruttoregistertonnen.


Eisenbahnverkehr
Im Vergleich zum Straßenverkehr ist der Schienenverkehr in der Türkei recht unbedeutend. Dazu trägt auch die von hohen Gebirgen geprägte Landschaft der Türkei bei. Beim Bau von Eisenbahnstrecken müssen Berge und Schluchten immer wieder mit aufwendigen Tunnel- oder Brückenkonstruktionen überwunden werden. Wo dies nicht möglich oder zu teuer ist, müssen die Züge große Umwege machen. So sind die Strecken oft mehr als doppelt so lang, wie es Luftlinienverbindungen wären.


Der Entwicklung des türkischen Schienennetzes lag keine einheitliche Planung zugrunde. Erst nach Gründung eines Verkehrsministeriums im Jahre 1865 begann die türkische Regierung Eisenbahnlinien unter eigener Regie zu betreiben. Die erste Strecke unter türkischer Leitung verlief von Istanbul nach Izmir. Sie gleichzeitig auch der erste Abschnitt der Bagdadbahn, die später von Europa nach Istanbul und weiter über Ankara bis nach Syrien und den Irak führte.


Neue Strecken wurden oft von privaten ausländischen Gesellschaften gebaut. Die erste private Bahnstrecke wurde 1866 fertiggestellt und verlief von Izmir nach Aydin. Sie hatte eine Gesamtlänge von 130 km und wurde von einer britischen Gesellschaft errichtet. Damit sollte vor allem das Hinterland erschlossen werden. Aus diesem Grund wurden auch andere Bahnen bei Mersin und Bursa gebaut. Die Strecken waren nicht nur von belgischen, französischen, deutschen und britischen Gesellschaften gebaut, sondern auch betrieben worden. Die türkische Staatsbahn,TürkiyeCumhuriyeti Devlet Demiryollari(TCDD) wurde schließlich am 23. März 1920 gegründet.


Anfänglich wuchs das türkische Eisenbahnnetz sehr schnell. Zwischen 1923 und 1940 wurde es von 4.018 km auf 7.324 km ausgebaut.


Später hat diese Entwicklung stark nachgelassen, was sich daran zeigt, daß das Bahnnetz bis 1991 nur noch auf 8.429 km anstieg. Wie in anderen Bereichen, so gibt es auch beim Schienennetz ein deutliches West-Ost-Gefälle. Im Westen ist das Streckennetz erheblich dichter. Allerdings werden durch die Ballung von Personen und Firmen hier auch hauptsächlich Transportkapazitäten gebraucht.


Die TCDD konnte 1991 auf einen Bestand von 764 Lokomotiven zurückgreifen. Mit einem Anteil von 86,1 Prozent entfällt der größte Anteil auf die dieselgetriebenen Zugmaschinen. Der Rest verteilt sich fast gleichmäßig auf Dampf- und Elektroloks. Außerdem verfügte die Türkische Staatsbahn über 1.056 Personen- und 21.571 Güterwagen. Sie ist einer der größten Arbeitgeber des Landes.


1992 beförderte die TCDD 131 Millionen Personen und 15,7 Millionen Tonnen Frachtgüter. Damit hat die Zahl der Fahrgäste weiter, um 8 Millionen abgenommen, während die der beförderten Güter um 2,3 Millionen Tonnen zunahm. Mehr als die Hälfte der beförderten Waren sind landwirtschaftliche Erzeugnisse oder Bergbauprodukte. Durch fehlenden Binnenwasserstraßen in der Türkei wird die TCDD in diesem Sektor ihre gute Stellung auch weiterhin ausbauen können. Um dem steigenden Bedarf beim Transport von Massengütern zu entsprechen, möchte die türkische Regierung das Streckennetz in den nächsten Jahren erneuern. Aus den oft eingleisigen Verbindungen sollen zweigleisige Strecken werden. Die wichtigsten Eisenbahnlinien sollen elektrifiziert werden. Denn gerade einmal sechs Prozent der Gesamtstrecke können mit Elektroloks befahren werden.


Eine direktere Schnellbahnverbindung von Istanbul nach Ankara soll besonder für Personenzüge die Reisezeit zwischen diesen beiden wichtigen Städten erheblich verkürzen. Ob damit ein wesentlicher Teil des Personenverkehrs wieder von der Straße auf die Schiene umgeleitet werden kann, ist fraglich.

Quelle : Nachbar Türkei - kiara, Frankfurter Allgemeine, 1997


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